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Die Stadt Neckarbischofsheim stellt sich vor
- Führer durch die Stadt und ihre Baudenkmäler - Rundgang
Die Baudenkmäler in Neckarbischofsheim In den Burgen, den Schlössern und Wehranlagen hat die Stadt - neben den Kirchen - die ältesten Bauwerke, die heute noch ganz oder teilweise erhalten sind. Im Verlauf ihrer jahrhundertelangen Geschichte haben sie jedoch manche Änderungen erfahren. Die Wohngebäude wurden „modernisiert", bei Bedarf umgebaut oder erweitert. Gebäudeteile wurden abgerissen oder durch einen Brand zerstört und nicht wieder aufgebaut. Manche Geheimnisse aus seiner Vergangenheit gibt ein Bauwerk preis, anderes bleibt rätselhaft. Es gibt zwar in der „brüderlich Helmstädtischen Mutschar und Erbeinigung" vom 10.04.1420 eine Beschreibung der gesamten Burganlage, aber sie bezieht sich nur auf den damaligen Bestand und es fehlen natürlich alle Angaben über die Größe (Grundrisse) der Gebäude und über die Ausdehnung der Gesamtanlage. Nur für das „neue Steinhaus" existiert ein Plan aus dem Jahr 1829, und für die Alexanderburg hat Graf Max von Helmstatt im Jahr 1890 eine Rekonstruktion angefertigt.
Die nachfolgende Beschreibung geht in Kurzform auf die Besonderheiten der Sehenswürdigkeiten ein. Altes Schloß,
Das Schloß diente in der Zeit der umfangreichen Bauarbeiten zwei Familien als Wohnstätte. Außer dem kurpfälzischen Rat Philipp von Helmstatt wohnte Johann von Helmstatt zu Bischofsheim mit seiner Familie im „Steinernen Haus". Nachdem im Jahre 1966 die Bischofsheimer Linie der Herren von Helmstatt ausstarb, kam das Schloß im Jahr 1975 in den Besitz der Stadt. In den Jahren 1976-1978 erfolgte eine umfassende Restaurierung mit Unterstützung des Landesdenkmalamtes. Hierbei wurden im Innern beachtenswerte Malereien entdeckt und freigelegt. Der älteste Teil des Gebäudes ist in den Resten eines ehemaligen Wehr- und Wohnturmes an der vorspringenden Altane zu suchen. Heute dient das „Alte Schloß" für Ausstellungen und der im ersten Geschoß restaurierte Rittersaal als Raum für Repräsentation und kleine Konzerte. Außerdem zählt er wohl zu den schönsten Trauzimmern Deutschlands. Neues Schloß,
Das neue Steinhaus war ein rechteckiger Bau mit vier Stockwerken, das im Erdgeschoß eine Mauerstärke von etwa 1,50 m hatte. In späterer Zeit, als das Gebäude nur noch Wohnzwecken diente, erhielt es zwei parallel zueinander stehende Seitenflügel und ein Treppenhaus. Die Mauern der Anbauten waren wesentlich schwächer als die des alten Gebäudeteiles und somit für Verteidigungszwecke nicht mehr geeignet. Im Jahr 1991 faßte der Gemeinderat den Beschluß, das Gebäude an die Familie Heinrich Schäfer aus Michelfeld zu veräußern, welche das Gebäude mit der angrenzenden „Orangerie" in ein Hotel-Restaurant umbauen wird.
Prachttor, erbaut 1590 im Stile der Renaissance von dem Heilbronner Meister Adam Wagner.
Brunnenweible, Seenixe Schloßbrunnen, Überrest eines alten Marktbrunnens von 1610 Schloßsee, neuangelegter, vom Wasser des Jakobsbrunnen gespeister Parksee Pfarrkirche St.Johann - Totenkirche,
Auf dem Türmchen der Totenkirche hängt die älteste Neckarbischofsheimer Glocke, die vermutlich im Jahre 1466 gegossen wurde. Im Jahre 1908 wurden die Malereien in der Kirche, welche aus der Zeit von 1350 bis 1375 stammen dürften, entdeckt und in den Jahren 1910/11 restauriert. Von 1973 bis 1975 wurde die Totenkirche außen und innen renoviert. Damals wurde auch das große Fenster in der Nordseite, das um die Mitte des vorigen Jahrhunderts entstanden ist, durch ein kleines Fenster ersetzt, das anhand einer Zeichnung der Totenkirche aus dem Jahr 1832 hergestellt wurde. Stadtkirche St. Salvator, Wiprecht der Alte und seine Frau Anna von Neipperg ließen im Jahr 1386 die Marienkapelle in der Stadt errichten. Von der alten Marienkapelle weiß man jedoch nur sehr wenig. Als im Jahre 1543 der Glockenturm gebaut wurde, verband man damit die Einweihung der Kapelle. Von Anfang an erhielt der Turm eine Uhr sowie ein Geläut von vier Glocken. Im Jahr 1788 erhielt die Stadtkirche ein neues, dreistimmiges Geläut. 1610 begann nach dem Abbruch der Kapelle der Neubau der heutigen Stadtkirche. Jakob Müller aus Heilbronn war der Baumeister, der in fast dreijähriger Arbeit die Kirche im Stil der Spätrenaissance errichtete. Als „Templum Salvatoris" (Erlöserkirche) wurde im Jahre 1612 die Stadtkirche feierlich eingeweiht. Durch das Jahrtausendhochwasser im Jahre 1994 wurde das Innere der Stadtkirche erheblich beschädigt, so daß die Renovierungsarbeiten noch bis Ende 1996 erforderlich sind. Fünfeckiger Turm,
Alexanderburg - Rathaus, Alexandergasse 2 neben dem ehemaligen Rathaus, ehemaliges Amtshaus, auch „Alexanderschloß", dessen Hausgarten in drei Terrassen bis zur Stadtmauer anstieg. Das Alexanderschloß war damals neben dem alten und dem neuen Steinhaus das jüngste der drei Bischofsheimer Schlösser. Nach Graf Max von Helmstatt entstand die Alexanderburg in der Zeit Wiprechts des Alten (1378 - 1408 Herr von Bischofsheim). Da aber in jener Zeit das erstmals im Jahr 1420 erwähnte „neue Steinhaus" entstand, ist kaum anzunehmen, daß in derselben Zeit noch ein weiteres Schloß entstanden ist. Im Bereich der Alexanderburg lag auch das mittlere Tor, was darauf schließen läßt, daß beide gemeinsam zur Zeit der ersten Stadterweiterung entstanden sind und offensichtlich Bischofsheim damals drei Tore hatte. Die Alexanderburg hatte im 19. und 20. Jahrhundert eine recht wechselhafte Geschichte. Es fungierte als Amtshaus, Haushaltungsschule, Landwirtschaftsschule und diente der Raiffeisengenossenschaft als Lager und für den Verkauf. Nach dem Zweiten Weltkrieg bestand sogar kurz der Plan, es zu einem Kindergarten umzubauen. Ende 1987 kam das Gebäude in den Besitz der Stadt Neckarbischofsheim, und wurde von 1996 bis 1997 als letztes Objekt der Altstadtsanierung saniert und zum neuen Rathaus umgebaut. Zehntscheune, nördlich der Stadtkirche, erbaut 1570, mit mächtigen Eichenholzständern und Deckenbalken, Schlußstein der Tore mit Wappen der Herren von Helmstatt. Hier erfolgte die Lagerung der Vorräte und des herrschaftlichen Zehnten. Restauriert für 2 Mio. DM durch die evang. Kirchengemeinde. Seit 1989 evang. Gemeindehaus. Rundturm der Stadtbefestigung an der Nord-Ost-Ecke der Altstadt, am Ende der Brunnengasse beim Anwesen Umhau, noch teilweise erhalten. 14.Jhdt. Jakobsbrunnen,
Rentamthaus, erbaut 1577, renoviert 1797, stattliches Fachwerkhaus im Stile der Renaissance. Gasthaus "Zum Löwen", etwa um die gleiche Zeit wie das Rentamthaus erbaut, ebenfalls ein stattlicher Fachwerkbau. Kleiner Fünfeckturm, Überreste der Stadtbefestigung nahe dem hinteren Tor an der Südwestecke der Stadt-befestigung, nahe des Schafhauses, wo die Mauer, welche die Stadt nach Westen absicherte, einen Knick zur Hauptstrasse machte. Grundriß ähnlich dem großen Bruder, jedoch eine Seite stadtseitig offen, 15.Jhdt. Synagoge, Mauerreste des im Jahre 1848 erbauten jüdischen Gotteshauses, im Bereich der ehemaligen Mühlhofstatt am Ende der Schulgasse. Ein Gedenkstein erinnert an die Zerstörung in der Reichskristallnacht. Ehemaliges Bezirksamtsgebäude, heute Apotheke, erbaut 1825, Weinbrennerschule ehemaliges Rathaus, Hauptstrasse 27 erbaut 1843/1844 Gasthof "Drei König", ehemalige "Herberge vor dem Stadttor", erbaut im 16. Jhdt., Umbauten und Erweiterung in späterer Zeit, Portal 1796. Grundstein Grosser Brand von 1859, am Haus Hauptstraße/Ecke Bergstraße
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